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Bericht vom Giro 2011 aus Sicht des Kontrollstellen-Personals K4 in Idstein
von Günter Otto

Umzug vom Ramschieder Sauerborn nach Idstein - Die, die in den vergangenen Jahren die Servicestelle in Ramschied, den „Ramschieder Sauerborn“ betreut und liebgewonnen hatten, wussten schon länger vom bevorstehenden Umzug nach Idstein zum LIDL . Quasi ein Tapetenwechsel von „Natur pur“ mit englischem Zierrasen zum zubetonierten LIDL-Parkplatz in Idstein. Für die betroffenen Service-Leute herrschte Weltuntergangsstimmung. Ja, Weltuntergangsstimmung bis, ja, bis der neue Service-Point eingerichtet und funktionsfähig war. Mehr dazu später.

Um halb drei in der Nacht aus dem Traum erwacht. Ohne die Örtlichkeit in Idstein jemals gesehen zu haben, davon geträumt, vom Bedddong (zu deutsch Beton) erschlagen worden zu sein. Mit erkalteter Bedddong-Mischung auf der Stirn dann wieder eingeschlafen. Bis es so gegen sieben in der Früh hektisch zugehen musste. Grund dafür: Dess 10 Euro billige, vom Verein subventionierte RCH-Service-Hemd´che von JAKO, war eine geschlagene Stunde später immer noch nicht gefunden. Kurzum, es war spurlos verschwunden! Unn da es iss bis heut immer noch nitt widder da iss, wurde das Teil verabschiedet in die Rubrik „Hängen-, Liegen- oder Stehenlassen“. Unn da es auch daheim nitt mehr nach diesem mit RCH-Stallgeruch behaftetem Hemd´che riecht, iss dieVermutung nitt abwägig, dess Hemd´che könnt` sich durch falschen Tastendruck bei 95 Grad Kochwäsch vollends aufgelöst haben. Schad drum, das Teil war absolut schmutzresistent und es war eine slim-fit Edition. Der Verzicht auf das Service-Hemd´che an unserem Jubiläums-GIRO iss in etwa vergleichbar, wie als wenn de Laaaafer ohne Scherz (Schürze) hinterm Ofen stehe däht.

Das Malheur mit dem Jako-Shirt zog leider ein stark verspätetes Eintreffen in Idstein nach sich. Ausserdem musste nach der Ankunft in Idstein nach dem richtigen LIDL gesucht werden. Denn auch LIDL gibt´s doch schon an fast jeder zweide Strasse-Eck! Jedenfalls war beim Eintreffen am neuen Marathon-Service-Center in Idstein die verabredete Zeit weit, weit überschritten. Die im Traum zubetonierten Flächen auf dem LIDL-Gelände wurden Wirklichkeit. Und, unser Gerd aus der OPEL-Stadt, in dessen Händen die komplette Verantwortung der Servicestelle liegt (vergleichbar mit der Position des Marktleiter LIDL), hat weder Blick, gescheige denn den Gruss erwidert. Aber der Siegbert aus Bodenheim, der hat „ei gude“ gesacht.

20 wieselflinke, zarte Amazonen-Finger werden vermisst - Einerseits kann ich ihn ja verstehe, den Gerd! Wenn einer so spät kommt, und dass, obwohl der Personalbestand für die Betreuung der Marathoni´s drastisch gekürzt wurde, dann muss ihm die Blick- und auch die Grussverweigerung verziehen werden. Denn noch im vergangenen Jahr - am „Ramschieder Sauerborn“ - haben zusätzlich 20 wieselflinke, zarte Amazonen-Finger vorbildlichen Customer-Service abgeliefert. Hört, hört! Die durchschnittliche Verweildauer der männlichen Durchreisenden ist am Service-Point in Idstein – im Vergleich zum vergangenen Jahr in Ramschied - um mehr als 6 Minuten gesunken!!! Also Ihr Zwei, N. + O., nächstes Jahr hoffentlich wieder mit Euch!!! Die Tür ist (noch) nicht zu!

RCH lohnt sich - Nachdem wir uns gegenseitig mit Udo Bölt´s Worten „Quähl dich, du ……“ angestachelt hatten, waren im Handumdrehen alle Service-Units voll einsatzfähig. Die Oberfläche der Kette an Kette angeketteten Einkaufswagen wurde kurzerhand zur Liege-/Ruhezone umfunktioniert. Der grosse Lidl´sche Schaukasten mit werblichen Mitteln unseres GIRO überklebt. Und bei dem allseits bekannten LIDL-Slogan „LIDL lohnt sich immer“ wurde der Name „LIDL“ durch „RCH“ ersetzt. Somit stand zu lesen: „RCH - lohnt sich immer!!!“ Alles war jetzt fertig. Du konntest nirgendwo auf dem Gelände Werbliches von LIDL erkennen. Alles sah aus, als wie wenn wirklich alles (hessische Sprachgewohnheit) Vereinseigentum des RC HATTERSHEIM wäre.

Und dann war grad noch so viel Zeit, um ein Ohr auf die Fahrbahndecke zu pressen. Ein Geräusch, zu laut für ein Velo - es war ein AuuudiiiiQuattttro - . Etwa das Vorausfahrzeug des GIRO-Tross??? Doch Sekunden danach das unverkennbare Surren, das Herannahen der neuen Kohlestoff-Räder von CORIMA mit 12 paarweise auf der Felge handverklebten Carbon-Speichen. Gewicht: 543 gr. - das einzelne Stück! Da war´s 09:58 Uhr.

So, Radlerinnen und Radler, jetzt ging´s los - mit der Party!

10:01 - Die ersten Zwei. Einer davon Peter PANTANI - Mitglied unserer Rad´l-Freunde von der LBB Berlin (hat Peter das Ziel erreicht? Und wenn ja, wie geht es ihm?)
10:28 - Ein männlicher Teilnehmer vom ASC Darmstadt fragt ungeniert, ob er, sofern er die Stempel vollzählig auf seiner Startkarte hat, sein Startgeld zurück erhält. Wir haben ihm eidesstattlich erklärt, diese Frage zu beantworten, wenn er nächstes Jahr wiederkommt, aber bitte nicht ohne seine Team-Kollegen vom ASC.
10:55 - Erstes Paar, es kommt aus Bad Kreuznach, Amazone hat Hengst im Schlepptau!
10:55 - Erster „ Issseburscher“! Es war nicht der Herr Nagel aus Neu-Isenburg!
11:10 - Die“young generation“ Stefan, Holger, Erik und Thomas (allesamt Berliner Jung´s)
11:12 - Christine und Thomas aus Bad Homburg v.d.H. schleppen sich gegenseitig ab. (Ja, mir san mit´m Tandem da!)
11:17 - Ein unbekannter männlicher Teilnehmer setzt die Fahrt fort, hatte aber kein Rad dabei. Es gibt also nichts, was es nicht gibt!
11:28 - Eintreffen Karl-Heinz, Sparkasse Aachen, besser „ Fremdgänger aus Köln“
11:28 - Hallo Alex, hallo Uwe - (Radfreunde der LBB Berlin)
11:40 - Auf einen Schlag - 10 Teilnehmer von derbärenstarken Truppe aus Aachen. Aber, wo ist Florian? Flori, hast Du etwa den Abzweig auf unsere „family-tour“ genommen? Oder bist Du mit den Mädel´s die 100er Runde gefahren?Jetzt tanzte der Bär am LIDL in Idstein. Schneeflöckche, weiss und bunt Röckche, hula-hupp und Hawaii-Flair. Es waren ausschliesslich Männer! Und als wir denen allen den „Orden wider den tierischen Ernst“ verleihen wollten, machten die sich alle vom Acker bzw. vom Bedddong. Einer aus Isssebursch (Neu-Isenburg), der Jürgen mit der Nr. 33, der hat sehr, sehr lang bei uns gerastet, jedoch nicht angerostet. Der war voll des Lobes wegen Gerd´s und Siegbert´s Finger-Food in „Käfer´s-Qualität. Die dünne Personaldecke war leider ausschlaggebend dafür, dass die individuellen Wünsche unserer Laufkundschaft meist unerfüllt blieben.
11:58 - Der RV 03 Bürstadt ist da - samt Regina, Werner, Heinz und Dieter
12:13 - Zweites Tandem mit Rita + Frank, TGS Hausen (bei OF) ist eingetroffen. Frank muss wohl mehr gearbeitet haben!? Weil er sich langweg auf die Biergarnitur legte!
12:41 - Tristan (Isolde war nicht dabei) zeigte eine total verrobbbde grüne Startkarte. (Vorschlag: Nimm nächst Jahr Isolde mit. Gib ihr deine Startkarte. Frauen schwitzen weniger - auch bei größter Anstrengung!)
12:53 - Eintrudeln 3 Teilnehmer. Gerd und Siegbert gehen für heute letztmals hinter die Theke des Service-Center in Idstein. Und zwei erwischt! Gezielt angesproche: Na, du hast doch bestimmt nit weit nach haus. Kleinlaut hat er geantwort: Nein, nit weit! Kommst du aus Idstein, hab ich gefracht. Noch kleinlauter hat er mit ja geantwort! Wie allen anderen, so hat es ihm und auch dem zweiten – ebenfalls aus Idstein - gut geschmeckt. Zwischendrin hatten wir mal so das Gefühl, ein Kontrolleur sei anwesend. Also weniger ein Kontrollfahrer, aber mehr ein „Buffet-Späher“. Bei uns gab´s nix zu bemängeln. Bekanntlich beziehen wir vorwiegend aus eigenem Anbau. Und unser Wasser wird nicht dem Bach entnommen, der beim Gary in Erlebach vorbei fliesst, dem Erlenbach (siehe Presseberichte vom 20.06.). Unsere Gurken wurden alle mit Heisshunger verzehrt. Es ist alles all; insoweit hat sich das Thema „Entschädigungsanspruch“ für uns erledigt!

13:00 - KONTROLLSCHLUSS

Die Bilanz - Ja, insgesamt 99 gezählte Teilnehmer an K4 in Idstein. Das klingt wie: 99 Luftballons, der Song von Nena. Nur so aufgeblasen wie Nena bzw. ihre Ballons kam keiner der Marathoni´s daher. Keine Marionetten! Alles nette Marathonetten + Marathonmänner, super trainierte Sportler!!!

Der Gerd, Standortverantwortlicher und Marktleiter in einer Person, hat peinlichst darauf geachtet, das Gelände sauberer zu verlassen, als wie wir es (das iss hessisch) vorgefunden haben. Von uns hat niemand geraucht! Ausser dem Gerd! Zigggarillloooos! Dessweeche musste Kibbbe entsorgt wern! Das Lidl´sche Gelände war clean! Nichts mehr zu sehen von der vorübergehenden Zweckentfremdung!

Eure Wünsche von den Lippen abzulesen und Euch an allen Ecken und Enden zu verwöhnen, das hat uns - dem Service-Team am LIDL in Idstein - Spass gemacht. Wir tun es gern 2012 wieder! Bringt Euch und andere Rennradlerinnen und Rennradler mit. Dann sind hoffentlich unsere mobilen und stationären Kameras aus der Reparatur zurück. (Leider gibt es von K4 Idstein kein Foto, es sei denn, ein Teilnehmer/Kontolleur hat eins oder gar mehrere geschossen. Wenn ja, bitte melden.)

Bis dahin - man sieht sich, warum nicht unterwegs in Unterlenkerhaltung