Durch den Naturpark Hochtaunus und Rheingau-Taunus führt unsere Radmarathonstrecke und bietet alles was das Radsportherz begehrt. Wir durchfahren die landschaftlich schönsten Gebiete zwischen Naturpark Hochtaunus und Naturpark Rheingau-Taunus mit Aartal und Wispertal, das man an der Laukenmühle, einem beliebten Freizeittreff, erreicht. Der Reiz der Strecke ist, dass mit Mainebene, Hochtaunus und Rheingau-Taunus sehr unterschiedliche Landschaften durchquert werden, und abgesehen vom Rhein-Main-Gebiet, weitgehend auf Nebenstraßen mit wenig Verkehr gefahren wird.
Anspruchsvolles Streckenprofil Mit 2900 Höhenmetern auf 201 km bietet der GIRO-Radmarathon ein durchaus anspruchsvolles Streckenprofil. Der markanteste Mittelgebirgsgipfel Deutschlands, der 878 m hohe Feldberg, ist der längste Anstieg und wird gleich im ersten Teil der Strecke von Oberursel her über den Sandplacken befahren. Hier sollte man mit den Kräften haushalten, denn danach warten mit Seelenberg, der Tenne, dem Muhl und Wispertal mit Ramschied, Engenhahn, sowie den vielen kleineren Anstiegen im Naturpark Rheingau-Taunus noch kräftezehrende Streckenabschnitte.
Vom Main zum Feldberg Aus Hattersheim heraus über die neue Autobahnanschlussstelle der A66 fährt man in das Industriegebiet von Kriftel wo es auf Wirtschaftswegen nach Zeilsheim und weiter Richtung Liederbach zur B519 und zur Limesspange geht. In Schwalbach biegt man ab und fährt weiter Richtung Osten an Kronberg und Oberhöchstadt vorbei, der noch tiefstehenden Sonne entgegen Richtung Oberursel. Dank der frühen Morgenstunde gibt es auf diesem ersten Teilstück erfreulich wenig Verkehr. Zwischen Oberhöchstadt und Oberursel dann ein beeindruckender Blick auf die Skyline des nahe gelegenen Frankfurt. In Oberursel erreicht man die zum Feldberg führende Hochtaunusstrasse. Die Straße führt jetzt 13 km bergauf, bis zum Sandplacken gut zu fahren, aber auf den letzten 3 km mit zweistelligen Steigungsprozenten. Nach 43 km ist die erste Verpflegungsstelle K1 auf dem 878 m hoch gelegenen Feldbergplateau vor der markanten Silhouette des 1901 erbauten Aussichtsturmes und des 69m hohen und unter Denkmalschutz stehenden Fernmeldeturmes erreicht. Hier kann man verbrauchte Energie nachtanken, bevor es in eine herrliche Abfahrt bis zur B8 am Eselseck und weiter nach Glashütten geht. Kurz vor Oberems wird die B8 verlassen und es geht in eine enge Ortsdurchfahrt durch Oberems. Am Ortsausgang biegt die Strecke in der Nähe eines Segelflugplatzes links nach Wüstems ab. Nach der Oberdorfer Mühle erreicht man den 3 km langen Anstieg zur Tenne auf 460 m Höhe. Hier ist eine fliegende Kontrolle eingerichtet. Auf Steinfischbach, in einer Talmulde gelegen, und später Bad Camberg hat man jetzt einen wunderschönen Blick. Eine steile Abfahrt führt nach Waldems-Esch (250 m) wo die Verpflegungsstelle K3 am Ortsausgang Richtung Idstein eingerichtet ist. Dieser Punkt wird auch von den Touren 1, 2 und 3 angefahren. Wie an all unseren Kontrollpunkten gibt es auch hier ein abwechslungsreiches Angebot an Getränken und radsportgerechter Verpflegung.
Hühnerkirche und Aartal Achtung, kurz vor Idstein verlässt man die RTF-Strecken und biegt in die Marathonschleife ein. Auf dem Wirtschaftsweg Hohe Straße rollt man Richtung Wörsdorf. Jetzt sind die Marathonfahrer unter sich. Wallbach wird erreicht und oberhalb eines giftiges Stiches liegt dann die Hühnerkirche, das Wahrzeichen von Hünstetten. Sie ist Gasthof und Kirche zugleich und liegt direkt an der Kreuzung der Hühnerstraße. Der Name geht übrigens auf das keltische Wort "hön" zurück, was so viel bedeutet wie "hoch", und hat nichts mit dem Federvieh zu tun. Es gibt in dieser Gegend zahlreiche Hünengräber aus der Hallstatt-Zeit (400-500 v. Chr.). Durch die Gemeinden von Hünstetten und Aarbergen erreichen die Marathonis das Aartal. Dieses malerische und zum Teil schluchtartig eingeschnittene Tal mit dem Flüssschen Aar, das in die Lahn fließt, erstreckt sich von Wiesbaden bis Limburg. Hier verläuft auch die 1889 eröffnete „Langenschwalbacher Bahn“, eine inzwischen stillgelegte Eisenbahnstrecke, die heute unter dem Namen Aartalbahn als Museumsbahnstrecke bekannt ist. Kurz vor Burg Hohenstein verlässt man die Aarstraße und fährt wieder aufwärts, ca. 4km geht es durch den Wald zum Muhl (408 m). Hinter diesem Berg liegt Laufenselden mit der Verpflegungsstelle K4; gut die Hälfte der Radmarathonstrecke ist bis hier zurückgelegt.
Wildromantisches Wispertal Beim Schönauer Küppel kommt man an einem Holzpfahl direkt an der Straße vorbei, der darauf hinweist, dass hier der Limes (Grenzwall aus römischer Zeit) verlaufen ist. Nach der Kreuzung Bäderstraße führt die Radstrecke nach Egenroth zum Klostergut Gronau, einem beliebten Ausflugsziel mit zahlreichen Veranstaltungen. Über die Gemeinden Nieder- und Obermeilingen gelangt man auf welligem Kurs nach Zorn. Hinter Zorn wird die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz überquert und es öffnet sich ein herrlicher Blick auf Strüth mit seinem Kloster Schönau, 1126 als Benediktinerabtei gegründet. Nach dem Abzweig Welterod fährt man durch diesen Ort über eine steile 15%ige Kuppe auf die Sonnenterasse des Wispertals, den Höhenluftkurort Espenschied (450m). Wieder ein landschaftlicher Hochgenuss mit Blicken weit über das waldreiche Wispertal bis in den Rheingau. Genussvoll ist auch die sehr kurvenreiche, passähnliche Abfahrt hinunter zur Laukenmühle im Wispertal, direkt gegenüber der Burgruine Lauksburg. Es geht links ab und das wildromantische Wispertal immer leicht aufwärts entlang der Wisper. Das Wispertal gilt als eines der schönsten Täler Deutschlands und verläuft quer durch das waldreiche Rheingauer Gebirge von Lorsch am Rhein bis zur Bäderstraße vor Bad Schwalbach. Die Burgruinen Schwarzenberg, Lauksburg, die Kammerburg, die Sauerburg und Lorch, lassen erahnen, dass das Wispertal im Mittelalter sicher ein wichtiger Handelsweg war.
Das Schmankerl am Weißen Stein Bis zur nächsten Verpflegungskontrolle K5 kurz vor Ramschied schlängelt sich die Radstrecke 11 km immer leicht ansteigend entlang der Wisper. Direkt nach K5 am Ortseingang haben wir noch ein Schmankerl eingebaut um die verkehrsreiche Bäderstraße zu umgehen. Es geht auf einem Wirtschaftsweg zum Weißen Stein mit schönem Blick auf Ramschied. Der Weg mündet nach der Durchfahrt von zwei Gehöften auf der Verbindungsstraße Langenseifen – Bad Schwalbach. Nach Überqueren der Bäderstraße führt eine 3 km lange Abfahrt in den Kurort Bad Schwalbach, das bis 1927 noch Langenschwalbach hieß. Mit dem Bau der bereits erwähnten Aartalbahn und der Anbindung an Wiesbaden setzte hier mit Beginn des 19. Jahrhundert reger Kurbetrieb ein. Nach 1,5 km auf der Aarstraße wird diese wieder Richtung Born verlassen, um Taunusstein auf verkehrsarmer Strecke zu umfahren. Es geht zwar jetzt wieder auf einen Anhöhe, aber die schönen Ausblicke entschädigen und man umgeht auf diese Weise zwölf Ampeln durch Bleidenstadt. Nach einer Abfahrt von Watzhahn fährt man wieder auf Bleidenstadt zu, wo man den Abzweig zum Schwimmbad nicht verpassen sollte. Die Strecke führt jetzt überwiegend auf Wirtschaftswegen parallel zur Aar und der Hauptverkehrsstraße nach Hahn und Wehen, wo es über Orlen nach Neuhof geht. Die jetzt folgenden 100 Höhenmeter bis Engenhahn tun noch einmal weh, aber dann ist das Gröbste geschafft und die Marathonis fahren abwärts nach Niedernhausen. Hier trifft die Marathonschleife auf die Touren 1, 2 und 3 mit denen es gemeinsam durch ein Gewerbegebiet entlang des Daisbaches durch Niederjosbach bis zur B 455 geht. Hier wird zum letzten längeren Anstieg nach Bremthal abgebogen, das umfahren wird. Ab dem Sportplatz geht es abwärts nach Wildsachsen und Breckenheim zum K6 an der Kultur- und Sporthalle hinter dem Sportplatz. Bis zum Ziel ist es jetzt nicht mehr weit, es verbleiben noch 20 km. Die Strecke führt weiter über Wallau und Massenheim nach Flörsheim zurück in die Mainebene und dem Ziel in Hattersheim entgegen.
Die Mainebene - das Finale Auf dem letzten Teilabschnitt geht es unter der ICE-Trasse Frankfurt-Köln an der Gerbermühle vorbei nach Wallau, Sitz des bekannten Möbelhauses IKEA. Weiter Richtung Massenheim und zur Weinbaugemeinde Wicker, dem östlichen Tor zum Rheingau. Von hier blickt man weit über die Mainebene mit dem nächsten Streckenpunkt Flörsheim am Main bis zum Odenwald. Auf der Flachstrecke durch Eddersheim und Okriftel geht es mit Speed in das Finale, wo sich zeigt wer noch Reserven hat. Hier kann man eine Gruppe noch mal schön auseinander fahren. In Okriftel an den ehemaligen Cellulosefabrik vorbei, den PHRIX-Werken, geht es auf die letzten zwei Kilometer zum Ziel nach Hattersheim, wo bei der Ankunft reges Treiben herrscht, denn die Teilnehmer der anderen Touren sind bereits im Ziel. Zahlreiche Helfer kümmern sich hier um das leibliche Wohl der Radfahrer um diese außergewöhnlichen Radtour den angemessenen Ausklang zu verleihen.
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