LBB-Etappenfahrt Berlin-Elbquelle

Berlin-Elbquelle-Berlin, 7. bis 15. September 2008
Bericht von Klaus Stangl


Am 07.09.2008 starteten 26 Radler (4 Damen und 22 Herren) 4 Begleitpersonen mit zwei Versorgungswagen zu einer 9-tägigen Etappenfahrt von Berlin zur Elbquelle und wieder zurück nach Berlin.

Nachdem es in der Nacht und auf dem Weg zum Startort in Erkner, noch in Strömen regnete, hat sich pünktlich zum Start das Wetter beruhigt und das sollte in den folgenden 9 Tagen so bleiben. Am ersten Tag fuhren wir Richtung Oder, auf sehr flachem aber reizvollen Gelände. Wir erreichten die Oder bei Aurith, wo wir ca. 30 Km vor dem Ziel noch eine Einkehr machten. Nachdem die Neueinsteiger ihren Einstand bezahlt hatten fuhren wir die letzten 30 Km auf dem Oder-Neiße Radweg bis zum Etappenziel Ratzdorf, direkt an der Neißemünde.

Der zweite Tag führte uns fast ausschließlich auf dem Neiße Radweg nach Görlitz.

Der dritte Tag führte uns dann über die Friedensbrücke in Görlitz sofort nach Polen. Die ersten 40 Km auf einer, allerdings wenig befahrenen, Hauptstraße. Nach der ersten Pause sind wir dann auf Nebenstraßen gefahren, der Straßenzustand sehr schlecht, aber landschaftlich sehr reizvoll, mit Blick auf das Iser- und Riesengebirge. Die dritte Übernachtung war in Karpacz (Krummhübel) unterhalb der Schneekoppe, mit 1600 m der höchste Berg im Riesengebirge.


Von Karpacz aus umfuhren wir die Schneekoppe weiträumig, kamen nach Tschechien und erreichten nach ca. 80 Km das Elbetal bei Vrchlabi (Hohenelbe). Diese 4. Etappe war gleichzeitig die Königsetappe mit dem Etappenziel in 1200 m Höhe. Bei dem letzten 8 Km langen Anstieg zur Spindlerbaude mussten 800 Höhenmeter überwunden werden. Bis zur Elbquelle wären es noch 4 Km Fußweg gewesen, das war leider nicht mehr möglich.

Die 5. Etappe führte uns von Spindleruv Mlyn nach Harrachov, bekannt durch die Skiflugschanzen. Unser Hotel lag direkt bei den Flugschanzen. Zwei Radler, ein Berliner und Michael Ruffert versuchten die Straße zu den Schanzen hochzufahren, hier wurde 1987 bei der Friedensfahrt das Bergzeitfahren durchgeführt, Sieger Uwe Ampler, mussten das Vorhaben aber abbrechen. Das große Kettenblatt hinten war immer noch zu klein.

Die 6. Etappe von Harrachov nach Liberec war für mich die Königsetappe, erreichten wir doch mit Liberec meinen Geburtsort. Auf dem Weg dort hin umfuhren wir den zweiten markanten Berg im Riesengebirge, den Jeschken, großräumig. Die Verpflegungsstation war natürlich auf dem Gipfel des Jeschken in knapp 1100 m Höhe.

Von Liberec aus verließen wir am 7. Tag wieder das Riesengebirge und kamen über einen kleinen Abstecher nach Polen in der Nähe von Görlitz wieder auf deutsches Gebiet. Unser Etappenziel war Reichenbach.

Auf den letzten beiden Etappen von Reichenbach über Burg nach Berlin erreichte uns dann eine Kältewelle, allerdings blieb es bis Berlin trocken. Am Montag den 15.09. erreichten wir um 15:30 Uhr Berlin. Außer einem kleinen Sturz, mit geringem Materialschaden, einem Bienenstich von Manu und einigen Platten kamen wir alle gesund und munter in Berlin an. Es war wieder eine perfekt organisierte Tour unseres Berliner Freundes Lothar Belitz.

Teilnehmer des RC Hattersheim waren: Peter Drnec, Manuela Higgen, Dorothee Meyer - Kahrweg, Michael Ruffert und Klaus Stangl.



Tourdaten

Tag  Strecke  Km  Hm 
So, 07. September   Berlin/Erkner - Neißemünde/Ratzdorf  144  350 
Mo, 08. September   Neißemünde/Ratzdorf - Görlitz  145  550 
Di, 09. September   Görlitz - Karpacz (Krummhübel)  117  1400 
Mi, 10. September  Karpacz (Krummhübel) - Spindleruv Mlyn (Spindlermühle)  105  1390 
Do, 11. September   Spindleruv Mlyn (Spindlermühle) - Harrachov (Harrersdorf)  67  750 
Fr, 12. September  Harrachov (Harresrdorf) - Liberec (Reichenberg)  89  1060 
Sa, 13. September  Liberec (Reichenberg) - Reichenbach  100  570 
So, 14. September   Reichenbach - Burg  158  360 
Mo, 15. September  Burg - Berlin  147  300 

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