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Radwochenende in Bimbach: 4045 Fahrer

BIMBACH - Das Radwochenende des RSC Bimbach sorgt Jahr für Jahr für Rekorde. Mehr als 16 Millionen Kalorien verbrauchten die Teilnehmer dieses Mal beim 20. Rhön-Radmarathon und der 57. und 58. Rhönrundfahrt (Rhön-Special-Cup).

Das entspricht etwa 22 000 Pizzen. Oder 40 000 Litern Cola. 4045 Teilnehmer waren für diese Unsummen verantwortlich, 1161 davon wagten sich auf die 210 Kilometer lange Strecke des Radmarathons. Gut eine halbe Million Kilometer legten die Fahrer insgesamt zurück. Aus ganz Deutschland und teils auch aus dem benachbarten Ausland waren sie für dieses inzwischen international bekannte Breitensportevent nach Bimbach gereist.
„Am Ende waren alle Verpflegungsstellen nahezu leer gegessen. Nur der tatkräftige Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer machte es möglich, dass bis zum Schluss jeder Fahrer versorgt werden konnte“, berichtet Wolfram Michel, Vorsitzender des ausrichtenden RSC, der auf ein rundum gelungenes Wochenende zurückblicken kann. Zwar war das Wetter nicht ganz so hervorragend wie vor einem Jahr und auf den Abfahrten in der Rhön war es teils sehr frisch, doch blieb es an beiden Tagen trocken. Und auch organisatorisch lief alles bestens, aus dem Teilnehmerfeld war überwiegend großes Lob zu vernehmen.

Schnelle Hilfe bei einer Panne
„Wir hatten fünf Servicefahrzeuge auf den Strecken, um zu gewährleisten, dass niemand bei einer Panne länger als 15 Minuten warten muss“, erklärt Michel. Zahlreiche Helfer waren zudem bei den Verpflegungsstationen im Einsatz und hielten für die Fahrer neben dem Kontrollstempel auch Tee, Kaltgetränke, Obst und Kekse bereit – für den Körper schnell verfügbare Kohlenhydrate, damit die stark in Anspruch genommenen Reserven rasch wieder aufgefüllt wurden.
Auf den längeren Distanzen waren als zusätzliche Herausforderung mehrere Rhönpässe zu bewältigen, auf dem Marathon war das unter anderem die Wasserkuppe. Auf den Strecken über 115 und 155 Kilometer verlangte der Anstieg von Dörmbach hinauf nach Steens noch einmal alles von den Radsportlern ab, nachdem zuvor ein Teil der Wasserkuppe, der Schwedenwall und die Steigung hinauf zum Roten Moor erklommen wurden. Manch einer kapitulierte hier und stieg ab, um die steile Rampe hinauf zu schieben. Doch von oben ging es nach Bimbach bis auf ein paar Hügel fast nur noch bergab. Neben den Rennrad-Strecken wurden auch zwei Touren für Mountainbiker angeboten

Zwar wurde keine offizielle Zeitmessung vorgenommen, doch die Teams mit den meisten Teilnehmern wurden geehrt. Das Team vom Radsporthaus Seng hatte mit 143 Starten in der Wertung der Privat-Mannschaften die Nase vorn. Es folgten das Team der Sparkasse Fulda (130 Starter) und das Jumo-Radsportteam (83 Starter). Der RSF 80 Petersberg entschied mit 42 Startern die Wertung der BDR-Vereinsteams für sich. Platz zwei belegte das Team RSF Cottbus (34 Starter) und Platz drei ging an das Team von Merkur Dipperz (28 Starter). Bei den Super-Cup-Teams hatte ebenfalls das Team des Radsporthauses Seng mit 28 Teilnehmern die Nase vorn.

Im Ziel bot die Bike-Messe die Chance, sich über neueste Entwicklungen im Radsport zu informieren. Mehrere regionale und überregionale Anbieter von Rennrädern, Zubehör und Nahrungsergänzungsmitteln stellten ihre Produkte vor. Der Radhersteller Lightweight – für den Ex-Radprofi Jörg Ludewig wirbt, der vor Ort war – ermöglichte es sechs ausgelosten Teilnehmern des Marathons, die Strecke auf einem der neuen, federleichten Profi-Laufrädern zu absolvieren. „Die Messe wurde von den Besuchern sehr gut angenommen. Gerade die Marathonfahrer sind zumeist Technikfreaks, die für den Sport auch das nötige Geld in die Hand nehmen“, erläutert RSC-Chef Michel. Die Anbieter auf der Messe haben laut des Vorsitzenden schon angekündigt, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Und die Fahrer sowieso.
Im Rhön-Special-Cup geht es am 28. Juni in Petersberg und am 19. Juli in Dipperz weiter.

Daniel Krenzer
Fuldaer Zeitung, 01.06.2009