Am 29.Mai fand der TriStar 111 Germany in Worms statt, den ich als Vorbereitungs- und Testwettkampf nutzte. Zu der TriStar Familie gehören jetzt schon 9 Wettkämpfe die unter anderen in Monaco, Madrid, Lyon und Berlin stattfinden. Es ist ein Halbdistanztriathlon mit 1km Schwimmen, 100km Radfahren und 10km Laufen. Die Volldistanz findet jährlich in Sardinien statt und heißt TriStar 222 (2km Schwimmen, 200km Radfahren und 20km Laufen). TriStar lockt mit außergewöhnlichen Strecken, familiärer Atmosphäre und guter Organisation. In Worms leitet der wohlbekannte Lothar Leder das Rennen, und der amtierende Weltmeister der Ironman Serie Chris "Macca" McCormack ist einer der bekannten Starter in der Serie. In Worms hatte er dieses Jahr aber kurzfristig abgesagt. Stattdessen starteten so bekannte Namen wie Marcel Wüst und Udo Böltz (beide Radprofis, aber wem erzähl ich das :).
Das Rennen startete um acht Uhr im Wormser Flosshafen mit einem Jagdstart. Da werden nach Altersgruppen sortiert immer 10 Athleten auf die Schwimmstrecke gelassen, dadurch verteilt sich das Feld etwas und es gibt weniger Rangeleien. Ein Kilometer ist sehr überschaubar, das einzige unangenehme war jedoch der Schwimmausstieg und der Weg zur 1. Wechselzone. Wie in Wiesbaden wurde eine große Rampe mit einem Kran ins Wasser gelassen, nach dem Ausstieg mußte man erstmal diese mit Teppich ausgelegte "Rampe" erklimmen, dann ging es 400m über Asphalt in die Wechselzone, dabei zieht man den Neopren Anzug auf Halbmast und läuft so schnell bzw. gut wie möglich. Diese 400m waren aber eindeutig zuviel für mich, im Wechselzelt mußte ich mich fast übergeben. Die vielen Helfer waren aber schnell zur Stelle, um mir zu helfen und nach dreimal tief durchatmen konnte ich meinen Kampf gegen die Zeit fortsetzen. Außergewöhnlich war die Radstrecke. Die ersten 15 Kilometer waren flach mit Rückenwind, dann ging es in das landschaftlich schöne Rheinhessen, absolut sehenswert, wenn man nicht gerade in der Aerohaltung auf seinen Wettkampfboliden hängt. Zwar gab es im Mittelteil viel Gegenwind und Gegenverkehr, da die Strecke nicht komplett gesperrt war, aber das Sommerwetter und der Ausblick machten alles wett. Der abschließende 10 Kilometer Lauf ging über die Nibelungenbrücke, die leider mit Gerüsten zwecks Renovierung verpackt war, und zwei Runden durch die Altstadt von Worms. Die Stimmung war auch hier riesig.
Das Ziel befand sich wiederum an der Rheinuferpromenade, und mit einer Gesamtzeit von 4h 16min (17min Schwimmen, 3:01h Radfahren und 48min Laufen) wurde ich 364 von 781 Startern. Mein Test war erfolgreich, vor allem wollte ich meine Ernährungsstrategie für den Ironman überprüfen; mit 2 Powerbar Riegeln, 600ml Isogel und 3x750ml Wasser war ich aber nach 3/4 der Radstrecke so abgefüllt, das ich mich wie eine Wasserbombe auf einem Schleifstein fühlte....manchmal ist weniger mehr.